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10.07.2011

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Holger Apfel mit 87,3 Prozent erneut zum sächsischen NPD-Landeschef gewählt

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Landesverband Sachsen
Im erzgebirgischen Auerbach wählten die sächsischen Nationaldemokraten auf einem harmonischen Parteitag ihren neuen Landesvorstand

Der Parteitag begann mit der einstimmigen Genehmigung der Tagesordnung und einer fulminanten Begrüßungsrede durch den gastgebenden Kreisvorsitzenden Mario Löffler.



In seinem fast einstündigen Rechenschaftsbericht ging der NPD-Landesvorsitzende Holger Apfel auf die durch sächsische Nationaldemokraten positiv begleiteten Entwicklungen der Bundespartei ein und erwähnte dabei vor allem die Verabschiedung des sächsische Handschrift tragenden neuen (Bamberger) Parteiprogramms sowie die Fusion von NPD und DVU, die alleine der sächsischen NPD 43 neue Mitglieder brachte. Damit habe die NPD endgültig die Meinungsführerschaft im "rechten" Parteienspektrum übernommen und bekräftigt, daß es nie wieder ein sinnloses Gegeneinander volkstreuer Kräfte geben dürfe.



Holger Apfel listete die Verdienste des Landesverbandes für die Bundespartei auf und nannte besonders den selbstlosen Wahlkampfeinsatz sächsischer Kameraden in Sachsen-Anhalt. Daß es mit 4,6 Prozent nicht für den Landtagseinzug reichte, habe an mehreren Faktoren gelegen, aber ganz bestimmt nicht am fehlenden Einsatz der wahlkampferprobten Sachsen.



Dem Rechenschaftsbericht des Landesschatzmeisters vorgreifend, verwies Apfel auf die äußerst positive Finanzlage seines Landesverbandes. Nicht einmal zwei Jahre nach der letzten Landtagswahl seien alle Wahlkampfdarlehen zurückgezahlt und die Kriegskasse schon wieder gut gefüllt. Unter dem starken Applaus der Delegierten sagte er, daß die Sachsen-NPD den Landtagswahlkampf 2014 ohne jede fremde Finanzhilfe und Schuldenaufnahme werde bestreiten können. Alleine die acht Landtagsabgeordneten führen jeden Monat in Form ihrer Mandatsträgerumlage 6.000 Euro an den Landesverband ab.



Weitere Themen des Rechenschaftsberichtes waren die zahlreichen Veranstaltungen des Landesverbandes, die positive Mitgliederentwicklung, die intensivierte Öffentlichkeitsarbeit, die professionelle Tätigkeit der Landesgeschäftsstelle und die Aktivitäten der Jungen Nationaldemokraten (JN), des Rings Nationaler Frauen (RNF) und der Kommunalpolitischen Vereinigung (KPV).



Programmatische Duftnoten setzte Holger Apfel mit seinem leidenschaftlichen Bekenntnis zu einem volksnahen und gegenwartsbezogenen Nationalismus, der an die Sorgen, Ängste und Hoffnungen der Deutschen andockt. Das Gebot der Stunde sei eine "seriöse Radikalität", mit der die NPD auch in wenigen Wochen wieder in den Schweriner Landtag einziehen werde. Für diesen Schwerpunktwahlkampf in Mecklenburg und Pommern setzen viele sächsische Kameraden Jahresurlaub und Geld ein - ein beeindruckendes Zeichen gelebter nationaler Solidarität.



Dann kam es zu den Wahlhandlungen. Einziger Kandidat für den Landesvorsitz war Amtsinhaber Holger Apfel, der mit 87,3 Prozent wiedergewählt wurde. Er erhielt 55 Ja-Stimmen, sieben Nein-Stimmen und eine Enthaltung.



Zu den stellvertretenden Landesvorsitzenden der sächsischen Nationaldemokraten wurden Mario Löffler (Kreisverband Erzgebirge), Helmut Herrmann (KV Leipzig) und Maik Scheffler (KV Nordsachsen) gewählt. Ins Amt des Landesschatzmeisters wurde erneut Alexander Delle gewählt (KV Meißen). Auf die zehn Beisitzer-Posten bewarben sich 14 Kandidaten. Gewählt wurden: Jens Baur (KV Dresden), Jürgen Gansel (KV Meißen), Thomas Sattelberg (KV Sächsische Schweiz/Osterzgebirge), Katrin Köhler (KV Chemnitz), Frank Lütke (KV Bautzen), Holger Szymanski (KV Dresden), Andreas Storr (KV Niederschlesien/Oberlausitz), Beatrix Wolf (KV Vogtland), Hartmut Gliemann (KV Sächsische Schweiz/Osterzgebirge) und Arne Schimmer (KV Dresden).



In seinem Schlußwort schwor der alte und neue Landesvorsitzende die Delegierten auf Einigkeit und Kameradschaft ein und mahnte zu Vorsicht gegenüber Sabotage- und Infiltrationsversuchen. Im Vorfeld des Parteitages war von interessierter Seite die abstruse Behauptung geäußert worden, zu diesem Parteitag sei nicht ordnungsgemäß eingeladen worden. Richtig ist: Auch zu diesem Parteitag ist form- und fristgerecht eingeladen worden. Laut Landessatzung beträgt die Ladungsfrist zwei Wochen, aber bereits vier Wochen vorher waren die Einladungen verschickt worden. Somit hat die sächsische Nationaldemokratie einen erfolgreichen und einträchtigen Wahlparteitag erlebt.



Jürgen Gansel


Pressesprecher der NPD Sachsen




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