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Verwunderliche Szenen gab es auf der heutigen Ratssitzung des Pirmasenser Stadtrates insbesondere im Zusammenhang mit der CDU, die seit kurzem die Orientalin aus Windsberg Stefanie Phillipps als neue Fraktionschefin gewählt hatte.
Phillipps kündigte im Vorfeld der Sitzung medial eine große Kehrtwende an. Was vielversprechend klang war lediglich auf den Sperrmüll bezogen und auch dort gab es einen eher trotzig klingenden Antrag der CDU, der alles andere als neu war. Obwohl das aktuelle Abholsystem in weiten Teilen gut funktioniere, wolle sie zu einem Anruf-Abholsystem wechseln, welches auch keine gute Lösung sei. Das gab es schonmal in Pirmasens und hatte damals für noch größere Probleme gesorgt.

Wenn das auch nicht funktioniere, sollen die Pirmasenser eben selbst ihren Sperrmüll wegbringen. Wie das ohne Auto oder für ältere Menschen funktionieren soll, wußte lediglich Herrmann Schulze (Grüne). Die Behinderten, Alten und Menschen ohne Fahrzeug sollen halt bei der Kirchbergwerkstatt anrufen und für Geld ihren Sperrmüll wegbringen lassen. Nach einer ausgiebigen Debatte der WIR-Fraktion mit dem OB, und nachdem wir namentliche Abstimmung beantragten, verließ Phillipps die Sitzung noch vor der Abstimmung.
Möglicherweise war ihr der Auftritt zu peinlich. So musste sie sich zuvor schon von ihrer Fraktionskollegin Linse ständig vorsagen lassen, was sie sagen soll. Als Phillipps ankündigte, die CDU-Fraktion werde sich zu einem Antrag der Linken zur Verurteilung von Atomwaffen enthalten, fielen ihr große Teile der CDU in den Rücken und stimmten mit Nein.
Bleibt abzuwarten, ob sie das weiter durchhält. Fest steht, daß die Pirmasenser CDU schon besser dagestanden hatte. Auch im allgemeinen war die Sitzungsmoral heute sehr schlecht. Zu Beginn der nichtöffentlichen Sitzung musste erstmal gezählt werden, ob noch genügend Ratsmitglieder anwesend sind, um beschlußfähig zu sein. Das war nur knapp der Fall.